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Dokumentation der
Infoveranstaltung der Pfarreiengemeinschaft Wittlich

Pfarrei der Zukunft – Zukunft der Pfarrei
Wir gehen erste Schritte in der Pfarreiengemeinschaft Wittlich

9. Mai 2019

Begrüßung und geistliches Wort

 

Überblick über den Ablauf des Abends

 

Aufbau und Organe der Pfarrei der Zukunft

Siehe hierzu die gleichnamige Grafik am Ende der Dokumentation.
Weitere Erläuterungen stehen im Heft des Bistums „Pfarreien der Zukunft, EinBlicke 2“ und können dort nachgelesen werden.
Weitere Infos sind auf der Bistumshomepage www.herausgerufen.bistum-trier.de

 

 

Es fanden anschließend Gesprächstische zu fünf verschiedenen Themen statt, die sich jeweils mit einem Aspekt aus dem Aufbau der Pfarrei der Zukunft beschäftigen:


1. Orte von Kirche

Was sind Orte von Kirche?
Was kann ein Ort von Kirche werden?
Wie entsteht ein Ort von Kirche?
Können auch wir Ort von Kirche sein?

 

Ergebnisse aus dem Thementisch „ Orte von Kirche“

  • Bestände der Orte von Kirche jetzt schon sammeln
  • Mögliche Orte von Kirche: Curcillo-Bibelgruppe, jetziger PGR, Gebetskreis in Bergweiler, Weltgebetstag, Gottesdiensthelfer, Schulen, Pax Christi Friedensbewegungsgruppe, Kommunion- und Firmvorbereitung, Frauengesprächskreis Altrich, Dekanatsteam, Kolpingfamilie, Runder Tisch, kfd, Pfadfinder
  • Kirchenmusik ist auch ein Ort von Kirche -> Wie geht die Koordination der nebenamtlichen Kirchenmusiker?
  • Orte von Kirche sind Interessengruppen:
    Wo bleibt der Gottesdienst?
  • Orte von Kirche ist ein schwieriger Begriff -> vom Wort „Ort“
  • Menschen sind „Orte von Kirche“
  • Wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind
  • Durch die Orte von Kirche ergeben sich neue Chancen von Gottesdiensten und Formen
  • Wie wird mit „Orten von Kirche“ umgegangen, die kirchenkritisch?
    z.B. Frauen für das Priesteramt
  • Wünsche: Eine Handreichung zu entwickeln für Orte von Kirche: Wie gründet sich ein neuer Ort von Kirche? Wie entwickelt sich ein Ort von Kirche weiter?
  • Wo erfahre ich, welche Orte von Kirche es gibt? Wo kann ich mitarbeiten oder mich als Ort von Kirche vernetzten?
    (Idee: Nachschlagewerk, quasi wie ein Schematismus)
  • Wie kann eine Information an die jetzigen Gruppen, Initiativen geben, dass sie Orte von Kirche sind?
  • Bestehende Ort von Kirche sollen erhalten bleiben
  • Gibt es einen Anstoß von außen, um neue Orte von Kirche zu gründen?
  • Wie kann die Vernetzung von Orten vor Kirche gelingen?
  • Werden die normalen Gottesdienstbesucher abgehangen?
  • Was ist mit Dörfern, wo niemand da ist, der organisiert oder Menschen zusammenbringt?
    Entstehen dort blinde Flecken.
  • Wie legitimieren sich die Orte von Kirche, die nicht zur Synodalversammlung gehen?

2. Synodale Kirche – eine Frage der Haltung

Es geht um die Pfeile, die auf der Grafik zu sehen sind.
Wie verlaufen Entscheidungswege?
Was bedeutet Beteiligung an den verschiedenen Ebenen?
Wie viel Beteiligung ist möglich?

 

Ergebnisse aus dem Thementisch „Synodale Kirche – eine Frage der Haltung“

  • Werden die Ziele der Synode tatsächlich in synodaler Weise umgesetzt – oder werden ganz andere Ziele verfolgt und mit der Aufschrift „Synodenumsetzung“ versehen?
  • Es werden immer wieder die gleichen Probleme thematisiert (wie etwa mehr Beteiligung und weniger Klerikalismus), aber es geschieht wenig. Das befördert eine resignative oder / und misstrauische Haltung gegenüber Veränderungen wie der Synodenumsetzung.
  • Geschlechtergerechtigkeit ist auch ein immer wiederkehrendes Thema – interessant dabei ist auch ein Blick in die Pfarrei der Zukunft. Wo sind Männer aktiv, wo Frauen? Wie ist die Macht verteilt?
  • Wie wird den Orten von Kirche Gehör verschafft, und wie erreichen sie Ansprechpersonen?
  • Die vermutete Größe der Synodalversammlung wird als problematisch angesehen. (Kommen alle zu Wort? Wird den ganzen Tag nur abgestimmt?). Wichtig war hier der Hinweis auf „Fachausschüsse“, die leider in der Grafik nicht vermerkt sind.
  • Wie kann sich der einzelne Ort von Kirche in der großen Synodalversammlung Gehör verschaffen
  • „Kommunikation“ ist ein zentrales Thema. Ein „Fachausschuss“ der Synodalversammlung wird sicher eine“ Redaktionsgruppe“ sein, die die Öffentlichkeitsarbeit (auf allen Kanälen) in Zusammenarbeit mit dem zentralen Pfarrbüro vorantreibt.
  • Wie sind die Wege vom Leitungsteam zu den Orten von Kirche und umgekehrt?
  • Besetzung des Leitungsteams: Die Hauptamtlichen werden „von oben“ bestimmt. Warum nicht auch (zumindest partiell) von „unten“ mit entschieden?

3. Räte in der Pfarrei der Zukunft

Wie sieht die Struktur in der Übergangsphase aus?
Wie sieht die Struktur in der neuen Pfarrei der Zukunft aus?
Was motiviert mich mitzuarbeiten?
Welche Bedenken habe ich?

 

Ergebnisse aus dem Thementisch „Räte in der Pfarrei der Zukunft“

  • Synodalversammlung: Wie soll das gehen?
  • Größe der Synodalversammlung?
  • Wie oft tagt die Synodalversammlung?
  • Wie kommen Verwaltungsteams zustande? Wir wird ihre Aufgaben beschreiben oder begrenzt?
  • Ist ein Verwaltungsteam ein Ort von Kirche?
  • Wie ist der Umgang mit kurzfristigem, außerplanmäßigen Finanzbedarf?
  • Ist an eine Aufwandsentschädigung für die Ehrenamtlichen gedacht: Fahrtkosten oder Sitzungsgeld?

4. Vernetzung und Zusammenarbeit in der Pfarrei der Zukunft

Welche Zusammenarbeit hat sich in unserer Pfarreiengemeinschaft bewährt?
Wo und wie wollen wir in Zukunft zusammenarbeiten?
Was hilft uns bei einer zukünftigen Zusammenarbeit?

 

Ergebnisse aus dem Thementisch „Vernetzung und Zusammenarbeit in der Pfarrei der Zukunft “

  • klingt sehr theoretisch
  • Überforderung
  • Orte von Kirche und die Synodalversammlung sind klassische Ort der Vernetzung
  • Vernetzung verlangt eine größere Mobilität. Ist an eine Aufwandsentschädigung für die Ehrenamtlichen gedacht?
  • Es wird ein neues Denken verlangt: Die Zusammenarbeit ist nicht mehr durch vorgegebene Strukturen „von oben“ gesetzt, sondern soll „von unten“ wachsen. Gelingt uns dieses Umdenken
  • Kirchturmdenken muss überwunden werden
  • Wer hält die Fäden im Dorf zusammen?
  • Es kann eine neue Zusammenarbeit mit Menschen entstehen, die nicht zu unserer Pfarreiengemeinschaft gehören
  • Bei der Gottesdienstplanung muss noch mehr darauf geachtet werden, wer alles beteiligt ist: Organisten, Küster, die in mehreren Orten aktiv sind Chöre
  • dorfübergreifend eine Gemeinschaft zu einem Thema / Interesse bilden -> Ort von Kirche dorfübergreifend

5. Fragen, die wichtig sind für die Pfarrei der Zukunft

Welche Ihrer Fragen kommt an den anderen vier Tischen nicht vor?
Was brennt Ihnen auf der Seele?
Was möchten Sie rückmelden?

 

Ergebnisse aus dem Thementisch „Fragen, die wichtig sind für die Pfarrei der Zukunft“

  • Wie wird das Verwaltungsteam gebildet?
  • Ist es sinnvoll, dass ein Vertreter der Synodalversammlung zwingend katholisch sein muss?
  • Ist ein Budget für Gruppen / Orte von Kirche / Organisationsteams weiterhin verfügbar?
  • Übergangsfragen …
    Hinweis: Es gibt eine Steuerungsgruppe im Dekanat, die zur Unterstützung angefragt werden kann. Der Ressourcencheck, den alle jetzigen Gruppen machen sollen, gibt eine Überblick und hilft den Verantwortlichen beim Übergang.
  • Anliegen: Die „ganz Alten“ nicht vergessen!
  • Problem: EA für das Leitungsteam finden !?! Ist an eine Aufwandsentschädigung gedacht ?!
  • Wie geht es weiter mit dem Pfarrbrief? Einer für alle? Regionalteil?!
  • Frage der Legitimation von Orten von Kirche -> Konfliktpotential
  • Frage der Unterstützung der Orte von Kirche
  • Wie ist die Perspektive für die einfachen Kirchgänger?
  • Vernetzung Ehrenamtlicher mit außerkirchlichen Ehrenamtlichen …
  • Problem des Nachwuchses im Ehrenamt …
  • Einbindung von Institutionen in die neue Struktur …
  • Problem des Bewusstmachens von „Orte von Kirche“ -> Ansprechpartner vor Ort?
    Idee: örtliche Gruppen, Koordinationsteams selbständig organisieren …

Im anschließenden Plenum wurden Ergebnisse aus den Thementischen zusammengetragen

Es gab die Möglichkeit der Rückmeldung zu Erkenntnissen des Abends:
Was kann ich mitnehmen?
Was hilft mir für mein Ehrenamt?
Was hilft mir für das Anhörungsverfahren?

 

Verabschiedung und Gebet

Guter Gott,
durch die Geschichte hindurch sammelst du dir zu jeder Zeit
dein Volk, aus den Menschen, die sich von dir rufen lassen.
Du führst sie:
Abraham hast du herausgeführt in eine neue Heimat,
Mose und das Volk Israel auf seinem Weg durch die Wüste begleitet,
die Apostel gesammelt als Weggefährten deines Sohnes Jesus Christus.

Wir vertrauen darauf, dass du auch uns deinen Weg zeigst,
und uns durch die herausfordernde Zeit führst.
Wir ringen um ein neues, gutes Miteinander.
Und glauben, dass du uns dabei begleitest.
Danke, dass wir auf dich und deinen Heiligen Geist vertrauen dürfen.
Unser Denken, Fragen und Reden des heutigen Abends geben wir nun
in deine Hände im Glauben daran, dass du daraus Gutes wachsen lassen kannst.
Und bitten wir dich: Segne uns und die Menschen, die mit uns unterwegs sind
mit dem Segen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Amen.


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